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Gewalttätige Ausschreitungen in Sierra Leone |
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17.03.2009. "Noch heute leidet Sierra Leone unter den Folgen eines langen, brutalen Bürgerkrieges. Vor 18 Monaten gaben Wahlen Hoffnung - doch nun wachsen wieder Angst und politisches Chaos.
Im westafrikanischen Sierra Leone wächst eineinhalb Jahre nach den Parlaments- und Präsidentenwahlen die Angst vor neuem politischen Chaos. In den vergangenen Tagen kam es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der beiden großen Parteien des Landes, wie der britische Rundfunksender BBC berichtete. Dabei seien auch mehrere Frauen vergewaltigt worden. Letzte Woche waren die in einem Wahlkreis geplanten Nachwahlen wegen politischer Gewalt ausgesetzt worden. Daraufhin kam es den Berichten zufolge zu neuen Ausschreitungen. Die Polizei trieb Anhänger der Volkspartei von Sierra Leone (SLPP) und des Allgemeinen Volkskongress (APC) von Präsident Ernest Koroma mit Hilfe von Tränengas auseinander. Rundfunksender, die einer der beiden Parteien nahestehen, mussten schließen, weil ihnen vorgeworfen wurde, die Feindseligkeiten zu schüren. Sierra Leone leidet noch heute an den Folgen eines brutalen Bürgerkriegs, der das Land zwischen 1991 und 2002 erschütterte. Die friedlichen Wahlen im August 2007 waren als Prüfstein für die junge Demokratie angesehen worden. In den vergangenen Wochen kam es jedoch zu immer heftigeren Spannungen zwischen den politischen Lagern." Quelle: Süddeutsche Zeitung.
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